sz29042002_1-1.jpg Der Talar kam
aus dem Helmfach
Strahlenden Sonnenschein und
ein Gebirgspanorama begleite-
te die über 800 Motorradfahrer
bei der Weihe ihrer Zweiräder
in Halbing. Zum 14. Mal organi-
sierte der „Ebersberger Sauhau-
fen" am Sonntag unter dem Vor-
sitzenden Hermann Selmaier
die Veranstaltung zum Saison-
auftakt. Pastor Günther aus
München kam selbst per Krad,
packte seinen Talar und den
Buchsbaumzweig als Weihwas-
serwedel aus dem Helmfach
und hielt eine lockere und kur-
ze Messe und erteilte den Segen
mit Weihwasser, das gleich kü-
belweise gebraucht wurde.
Auch Ebersbergs Bürgermeis-
ter Walter Brilmaier war wie
schon die Jahre zuvor dabei
und zeigte sich als Freund von
Zweirädern: Im kommenden
Jahr wolle er mit seiner Vespa
kommen (Seite 3).
hage/Foto: Hinz-Rosin

 

 

Bikerstiefel unterm Talar
Motorradweihe in Halbing mit über 800 Zweirädern
Ebersberg • Unterm pastoralem Talar spitzten die Bikerstiefel hervor, das Weihwasser kam eimerweise in Plastikkübeln und der Wedel dazu war ein Buchsbaumbuschen, der aus dem Helmfach hervorgeholt wurde. Pastor Günther aus München kam selbst per Motorrad nach Halbing, um den Freunden der Zweiräder den kirchlichen Segen für die neue Saison zu erteilen.
Strahlenden Sonnenschein habe er deshalb mit seinem „Chef da oben" vereinbart, das könne die Politik in Form von Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmaier nicht als seine Tat ausgeben, wie er kurz zuvor in seiner Begrüßung der weit über 800 gekommenen Motorradfahrer getan habe. Seit einigen Jahren schon kommt das Stadtoberhaupt zur traditionellen Veranstaltung des „Ebersberger Sauhaufen" und gab sich auch als Freund der kraftvollen Maschinen. Im nächsten Jahr wolle auch er auf zwei Rädern kommen - mit seiner Vespa - versprach er einem Biker.
Zum 14. Mal veranstaltete am Sonntag der Motorradklub „Ebersberger Sauhaufen" die Motorradweihe, um „sich zum Saisonanfang den Segen erteilen zu lassen und auch all die Leute wieder zu sehen, die man lange Zeit nicht gesehen hat", erklärte Vorsitzender Hermann Selmaier. Gut erinnere er sich an die erste Weihe 1989: Der Verein war gerade zwei Jahre jung und es kamen rund 50 Fahrer. Heute stehen die Motorräder auf hunderten von Metern eng nebeneinander bis zur nächsten Ortschaft. Es kommen die Teilnehmer aus ganz Oberbayern, Österreich, vom Bodensee und einige sogar aus England oder Schweden. „Die aber wohl eher zufällig" gesteht Selmaier.
Nach einer Messe, die der Pastor betont locker und kurz hielt, erteilte er jedem Motorrad - wortwörtlich - im Vorbeifahren den Segen. Dann folgte eine gemeinsame Fahrt über die kurzzeitig abgesperrten Straßen zur Kugler Alm zu einem gemeinsamen Mittagessen. hage

 

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